Montag, 27. März 2017

[Rezension] Leigh Bardugo - Six of Crows

Autor: Leigh Bardugo
Titel: Six of Crows
Deutscher Titel: -
Reihe: Band 1 von 2
Seiten: 491
Verlag: Indigo
Veröffentlichung: 29. September 2015
Gelesen als: Paperback
ISBN: 978-1-78062-227-9
Preis: ca. 10€

Inhalt:
Criminal prodigy Kaz Brekker has been offered wealth beyond his wildest dreams. But to claim it, he'll have to pull off a seemingly impossible heist:

Break into the notorious Ice Court
(a military stronghold that has never been breached)

Retrieve a hostage
(who could unleash magical havoc on the world)

Survive long enough to collect his reward
(and spend it)

Kaz needs a crew desperate enough to take on this suicide mission and dangerous enough to get the job done - and he knows exactly who: six of the deadliest outcasts the city has to offer. Together, they just might be unstoppable - if they don't kill each other first.

Zitate:
"When everyone knows you're a monster, you needn't waste time on doing every monstrous thing."

"No Mourners. No Funerals."

"The easiest way to steal a man's wallet is to tell him you're going to steal his watch. You take his attention and direct it to where you want it to go."

Meine Meinung:
Six of Crows war schon immer ein Buch, auf welches ich ein Auge geworfen habe, aber es aus unerfindlichen Gründen doch nie gekauft habe, obwohl es doch so gut sein soll, sogar besser als ihre Grischa-Trilogie und mir diese auch ganz gut gefallen hat. Aufgrund einer Leserunde habe ich mir das Buch dann endlich auch mal gekauft und hatte sehr hohe Erwartungen, weil ich bisher noch keine einzige schlechte Rezension dazu gesehen habe und jeder das Buch zu lieben scheint.
Dadurch, dass ich wegen der Grischa-Trilogie schon mit der Welt vertraut war, fiel mir der Einstieg nicht so schwer, allerdings muss man die Trilogie auch nicht gelesen haben um Six of Crows zu lesen. Ich habe mich also sehr schnell in dem Buch zurechtgefunden und habe mich schnell in dem Setting wieder wohl gefühlt. Besonders toll war zu sehen, wie die Autorin ihre Welt weiter ausgebaut hat und man ein paar weitere Facetten sehen konnte, als von dem schon bekannten.
Nachdem ich so schnell in das Buch hineingekommen bin, ist mir schnell aufgefallen, dass in dem Buch ein eher langsameres Tempo herrscht. Bei vielen Büchern passt dieses Tempo meiner Meinung nach nicht oder es wurde nicht gut umgesetzt, aber Leigh Bardugo hat eine wirklich gute Balance gefunden, sodass das Buch nicht langweilig geworden ist. Mit dem gewählten Tempo konnte Leigh Bardugo viel Platz für die facettenreichen Charaktere und deren inneren Konflikten, welche neben der eigentlichen Handlung sehr weit im Vordergrund standen. Die Charaktere waren im generellen einfach nur genial! Besonders toll ist es, dass wir hier einen sehr diversen Cast haben und er nicht komplett aus weißen, wunderschönen Charakteren besteht, sondern der Norm entweichen. Jeder einzelne der Charaktere ist einzigartig und durch und durch interessant. Sie hatten alle ihre eigene Vergangenheit, durch welche sie angetrieben werden und man erfährt Stück für Stück, wie diese Vergangenheit aussieht. Leigh Bardugo hat einen sehr guten Job geleistet jeden ihrer Charaktere mit einer unglaublichen Tiefe auszuarbeiten.
Ich finde, dass man eigentlich sagen könnte, dass das Buch von den Charakteren geleitet wird und nicht nur von Ereignis zu Ereignis lebt. Die Spannung ging in dem Buch dadurch auch absolut nicht verloren, was durch das eher langsame Tempo leicht der Fall hätte sein können. Ich konnte das Buch aber kaum noch aus der Hand legen und wollte immer wissen, wie es weitergeht. Der Plot hat sich wie ein roter Faden durchgezogen und der Verlauf der Handlung unvorhersehbar und wir haben in dem Buch auch einige Überraschungen, die auf einen warten. Besonders zum Ende hin wurde das Buch immer rasanter und mit den Twists und Aufdeckungen die es gab, habe ich absolut nicht gerechnet. Nach diesem Ende möchte man definitiv am liebsten weiterlesen!

Fazit:
Ein sehr gutes Buch! Ich kann es wirklich empfehlen, denn ich habe absolut keine Kritikpunkte für das Buch und es war mal schön ein YA Fantasybuch mit einem diversen Cast zu lesen. Wer ein Buch mit einem diversen Cast lesen möchte, sollte definitiv zu diesem Buch greifen!
Das einzige, was mich von einer vollen Bewertungen abhält ist der Fakt, dass ich nicht head over Heels in das Buch verliebt bin.



Dienstag, 14. März 2017

[Rezension] Amie Kaufman & Jay Kristoff - Illuminae

Autor: Amie Kaufman & Jay Kristoff
Titel: Illuminae
Deutscher Titel: -
Reihe: Band 1 von 3
Seiten: 599
Verlag: Oneworld
Veröffentlichung: 20. Oktober 2015
Gelesen als: Paperback 
ISBN: 978-1-78074-837-5
Preis: 9,99€

Inhalt:
The year is 2575 and two mega-corporations are at war over a planet that's little more than ice covered speck.
Too bad nobody thought to warn the people living on it. With enemy fire raining down on them, Ezra and Kady have to make their escape on the evacuating fleet. But their troubles are just beginning. A deadly plague has broken out on one of the spaceships and it is mutating with terrifying results. Their ship's protection is seriously flawed. No one will say what is going on.
As Kady hacks into a tangled web of data to find the truth, it's clear that only one person can help her. Ezra. And the only problem with that is they split up before all this trouble started and she isn't supposed to be talking to him.

Zitate:
"Perhaps braveryis simply the face humanity wraps its collective madness."

"Miracles are statistical improbabilities. And fate is an illusion humanity uses to comfort itself in the dark. There are no absolutes in life, save death."

Meine Meinung:
Ich habe das Gefühl, dass jeder, der auf Englisch liest, dieses Buch schon gelesen hat und davon begeistert ist. Ich habe es so lange auf jeder Plattform gesehen, aber bisher es nie gekauft, weil ich immer das Gefühl hatte, dass das kein Buch für mich wäre. Wie ich damit aber doch falsch lag!
Dadurch, dass es um das Buch einen Riesen Hype gab, hatte ich natürlich sehr hohe Erwartungen. Ich habe nur positives über das Buch gehört und auch darüber, wie es geschrieben ist. Es ist nämlich nicht wie ein normaler Prosatext geschrieben, sondern die Geschichte wird in Logbucheinträgen, Chatverläufen oder Dokumenten erzählt, was wirklich cool und einzigartig ist. Mir ist noch nie ein Buch dieser Art unter Augen gekommen.
Ich war ja komplett darauf vorbereitet, dass es eine Weile dauern wird, bis ich in die Handlung hineinfinden werde, weil das bei den meisten der Fall war, aber mir fiel der Einstieg erstaunlich leicht. Mich hat das Buch sofort in seinen Bann gezogen und ich konnte mit dem Lesen gar nicht mehr aufhören. Die Seiten flogen schon gleich zu Anfang nur so dahin und ich hatte kaum Probleme mich zurechtzufinden. Das einzige, was mich ein wenig aus der Bahn geworfen hat ist, dass man nie wirklich einen Grund für den Krieg erfahren hat. Oder hab ich das einfach nur überlesen? Das wäre mein einziger Kritikpunkt, denn das wäre etwas, was mich mächtig interessiert hätte. Ich habe mich auch nicht lange an die außergewöhnliche Erzählweise gewöhnen müssen, sondern kam sehr schnell damit klar und habe mich immer weiter gefreut, was als nächstes kommen würde.
Die Handlung fand ich einfach nur spitze! Ebenso wie den Verlauf. Man wird quasi direkt durch ein Interview in die Handlung geschmissen und bekommt einen kleinen Überblick was passiert ist, bevor es dann so richtig losgeht und alles aufgedeckt wird und wir mit den Charakteren herausfinden, was wirklich Sache ist. Ich fand die gesamte Umsetzung mehr als gelungen, weil man sich immer gefragt hat, was wohl als nächstes passieren würde. Die Handlung war wirklich undurchsichtig und es gab auch einige Überraschungen, die definitiv fies waren! So viele Gefühle die ich für dieses Buch hatte, habe ich schon lange nicht mehr gehabt. Es war sogar so weit, dass ich in der Öffentlichkeit beinahe ein paar Tränen vergossen habe, wobei ich eigentlich gut bin so was in der Öffentlichkeit nicht zu zeigen.
Zu den Charakteren kann ich nur eines sagen: ICH LIEBE SIE! Ich war von Beginn an ein Fan von Kady und Ezra. Bei den beiden stimmt einfach die ganze Chemie und ich wollte sie permanent zusammen haben. Ich hatte ja erst mal Angst, dass ich aufgrund der Erzählweise keinen Zugang zu den Charakteren finden würde, aber das war glücklicherweise nicht der Fall. Es war sogar eher so, dass ich das Gefühl hatte, ihnen näher zu sein, als manch anderen Charakteren in Büchern, die als normale Prosatexte verfasst sind. Das hat mich positiv überrascht, aber hat mich das Buch gleich noch viel mehr lieben lassen.
Zum Ende hin wurde das Buch aber wirklich frustrierend, aber nicht im negativen Sinne, dass es plötzlich schlecht geworden ist. Eher waren es die Ereignisse, die es so frustrierend gemacht haben und ich wollte das ein oder andere absolut nicht wahr haben. Zum Ende hin gab es dann aber noch eine Überraschung, die mich wirklich zum ausrasten gebracht hat. Diejenigen, die das Buch kennen, wissen sicher welchen Moment ich am Ende meine.

Fazit:
Wow. Einfach nur Wow. Ich bereue es, so lange damit gewartet zu haben das Buch zu lesen. Bis auf eine einzige Kleinigkeit habe ich an dem Buch wirklich nichts auszusetzen und kann es wirklich jedem ans Herz legen. Ein wirklich einzigartiges Buch, welches man lesen sollte. Selbst ein paar Tage nach beenden des Buches bin ich noch immer total hin und weg. Selbst wenn man nicht der größte Si-Fi-Leser ist wie ich, kann man sehr viel gefallen an dem Buch finden!


Freitag, 10. März 2017

[Rezension] Sabine Schulter - Melody of Eden: Blutwächter

Autor: Sabine Schulter
Titel: Melody of Eden: Blutwächter
Reihe: Band 2 von ?
Seiten: 348
Verlag: Dark Diamonds
Veröffentlichung: 24. Februar 2017
Gelesen als: E-Book
ISBN: 978-3-646-30008-6
Preis: 4.99 €

Inhalt:
**Eine Liebe, so weitreichend wie der Horizont""
Allmählich beginnt Mel, sich an ihr neues Leben zu gewöhnen, und es dank Eden sogar zu genießen. Aber noch immer sorgt ihr Widersacher Rufus mit seinen perfiden Plänen für großes Chaos. Die Vampire beschließen, ihn ein für alle mal zu stoppen, und verbünden sich mit den Einheiten anderer Bezirke. Dass daraufhin ausgerechnet die gut aussehenden und manipulativen Vampirzwillinge des Mittelbezirks ein Auge auf Mel werfen, passt Eden gar nicht. Er muss lernen, endlich zu seinen Gefühlen für Mel zu stehen, und das am besten so bald wie möglich. Denn wenn Rufus erst mal mit seiner Vampirarmee aufwartet, könnte es dafür bereits zu spät sein...

Zitat:
"Sie war eine gute Partnerin, aber mir wurde auch bewusst, dass ich sie hier einer viel zu großen Gefahr ausgesetzt hatte- Sie lernte all die Techniken erst noch, die so wichtig im Kampf gegen die Wilden waren, und trotzdem hatte sie sich mir ohne Murren angeschlossen." 

Meine Meinung:
Dank NetGalley und dem Verlag hatte ich die Möglichkeit, den zweiten Teil der Melody of Eden Reihe zu lesen und da mir der erste Teil schon sehr gut gefallen und mich positiv überrascht hat, war ich sehr gespannt auf die Fortsetzung und meine Erwartungen waren auch recht hoch. 
Mir ist der Einstieg sehr leicht gefallen, weil es nicht sehr lange her ist, dass ich den ersten Band gelesen habe, aber es wird auch auf vergangenes verwiesen, weswegen man sehr leicht in die Handlung hineinfinden kann und es hat mir auch keine Probleme bereitet, die Charaktere zu unterscheiden, da sie sehr verschieden sind. 
Das Buch schließt nah dort an, wo der erste Band geendet hat, was mir sehr gut gefallen hat und man lernt auch schnell die Vampire der anderen Bezirke kennen, wodurch das Buch noch etwas mehr an Humor und Spannung bekommen hat. Den darauffolgenden Verlauf der Handlung empfand ich als sehr angenehm, denn wir hatten einen guten Wechsel von actionreichen und ruhigeren Szenen, wobei die actionreichen eher im Vordergrund standen. Es ist wirklich eine Menge passiert, weswegen ich das Buch einfach nicht weglegen wollte und mit dem ich so nicht gerechnet hätte. Das Buch hat wirklich etwas an sich, wodurch es sich von anderen Vampirbüchern unterscheidet bzw. generell von anderen Büchern unterscheidet. Sehr schön fand ich auch, dass die Romanze nicht in den Hintergrund gerückt ist und die beiden sich nicht ständig in den Haaren hatten, wie es so oft in zweiten Teilen einer Trilogie/Reihe üblich ist. Klar, es läuft nicht alles unbedingt rund, aber Melody und Eden vertrauen sich einfach und man merkt, dass ihre Gefühle füreinander echt sind und sie mit aller Kraft versuchen, dass ihre Beziehung funktioniert. 
An den Charakteren habe ich auch nichts auszusetzen. Fast alle Charaktere haben eine gewisse Entwicklung durchgemacht, die man gut beobachten kann. Besonders bei einer Person war ich von der Entwicklung wirklich überrascht, aber es hat mir gut gefallen. Ich möchte nicht sagen von wem, denn das würde die kleine Überraschung komplett wegnehmen. Besonders Mel hat mir richtig gut gefallen in dem zweiten Band. Sie hat wieder gezeigt, wie Willensstark sie ist und das sie nicht alles mit sich machen lässt und dafür kämpft, wofür sie steht.
Das Ende konnte mich dann nochmal richtig fesseln. Es gab einen kleinen finalen Showdown, der mehr als überraschend endete. Ich habe richtig mit den Charakteren mitgefiebert und gelitten und was dann kam, hat mich echt etwas sprachlos zurück gelassen. Nach dem Ende bin ich froh, dass der dritte Band nicht in allzu langer ferne erscheint.

Fazit:
Eine wirklich gelungene Fortsetzung. Vom Gefühl her nicht besser als der erste Band, aber auch nicht schlechter, sondern auf dem selben Niveau. Ich kann den dritten Teil kaum noch abwarten und kann die Bücher wirklich jedem empfehlen. Besonders denen, die Fans von Vampiren sind.

Mittwoch, 1. März 2017

[Monatsrückblick] Februar 2016

Wie kann es angehen, dass der Februar schon wieder vorbei ist? Aber ich kann mich eigentlich nicht beschweren und bin irgendwie froh, dass die Zeit momentan schnell vergeht, weil ich mental nicht mehr auf dem besten Stand bin. Für mich sind es noch 5 Monate in Bristol und ich würde am liebsten jetzt schon wieder abbrechen, weil mir grad alles zu viel wird, aber aufgeben ist für mich nicht drinnen und mit der Unterstützung meiner Freunde klappt das alles schon. 
Im Februar ist wieder ein wenig was passiert und das ich momentan nicht allzu groß in der Stimmung bin Life-Updates zu machen, informiere ich hier euch ein wenig. Ich war diesen Monat im wunderschönen Startford-upon-Avon, oder vielen bekannt als der Geburtsort von Shakespeare und lasst euch eins sagen. Diese Stadt ist einen Besuch wert! Aber dazu gibt es noch einen eigenen Post. Der Ausflug dorthin hat wirklich Spaß gemacht, aber leider musste ich mich einige Tage später von einer Freundin verabschieden, die wieder nach Deutschland geht, weil ihre Familie kein AuPair mehr braucht. Dann hatte ich im Februar auch noch 4 Tage lang die Wohnung für mich alleine, weil meine Gastmutter und ihr Sohn nach Spanien geflogen sind und in der Zeit habe ich mir mit zwei weiteren Freundinnen das Musical Evita angesehen, welches wirklich toll war. Ich habe vorher davon noch nie etwas gehört und bin dadurch ohne Erwartungen hineingegangen und wurde wirklich positiv überrascht. Da passt es ja auch gut, dass ich Tickets für Hamilton bekommen habe. Leider erst für den 1.6.2018, aber das ist ja egal!
In der letzten vollen Februarwoche sind dann jetzt auch die Eltern meiner Gastmutter dazu gestoßen und leben momentan bei uns in der kleinen Wohnung und ich kann euch sagen, dass es echt anstrengend ist und sehr eng. Die beiden sprechen nur Spanisch und das ist ne kleine Herausforderung für mich. Ich hoffe ich muss mich nur dran gewöhnen und das es dann wieder bergauf geht. 
Außerdem gab es im Februar auch noch einen Ausflug zu Stonehenge und zur Salisbury Cathedral, der wirklich mehr als genial war. Ich habe ein paar tolle neue Leute kennengelernt und freue mich schon auf den nächsten Ausflug im März nach Oxford.
Das wurde jetzt für einen Monatsrückblick doch ein recht ausführlicher Einblick in mein Leben hier, aber manchmal muss das aber sein. Dafür gibt es jetzt die Zahlen zu meinem Monat.

Satistik:
Gelesen: 6
Seitenanzahl (insgesamt): 2423
Seitenzahl (Schnitt am Tag): 86,5
Durchschnittliche Bewertung: 4,0
Neuzugänge: 7
SuB (am Ende des Monats): 40 (Vormonat: 38)

Gelesen:
1. J.R. Ward - Bourbon Kings
2. Mary E. Pearson - Der Kuss der Lüge
3. Meredith Russo - If I Was Your Girl
4. Sarina Bown & Elle Kennedy - Him
5. Sarina Bowen & Elle Kennedy - Us
6. Elle Kennedy - The Deal

Monatshighlight:

Enttäuschung des Monats:


Sonntag, 19. Februar 2017

Warum es hier so still geworden ist

Ich weiß gar nicht, wie genau ich diesen Post beginnen soll, aber ich fühlte mich einfach danach, euch zu erklären, warum es hier auf dem Blog momentan so ruhig ist. 
Wie einige wohl mitbekommen haben bin ich momentan in Bristol als AuPair und das seit dem 30.9.2016. Seitdem ist es hier auch um einiges ruhiger geworden. Nur im Dezember ging es wieder bergauf, weil ich zwei Wochen zu Hause in Hamburg war. Meine (beinahe) Funkstille kommt nicht daher, dass ich in irgendeiner Leseflaute stecke, denn ich lese immer noch so gut wie täglich. 
Mein Problem, welches ich habe seitdem ich in Bristol bin, ist die fehlende Motivation. Meine Gastfamilie hat kein WLAN und ich muss immer zur Universität, die ein paar Minuten zu Fuß entfernt ist oder in einen Coffeeshop und das kann ganz schön nervig sein. Ich versteh, warum sie kein WLAN hat, weil sie hofft, im September diesen Jahres zurück nach Spanien ziehen zu können und sie für einige Monate dann sehr wahrscheinlich umsonst zahlen müsste. Ich habe damit erstaunlich wenig Probleme, ohne WLAN im Haus zu leben, aber dadurch ist meine Motivation auch verflogen. Ich bin jetzt meinen 5. Monat hier in Bristol und vor mir liegen noch 5 weitere und ich sehe nicht, dass meine Motivation in diesen paar Monaten wiederkommt. 
Noch dazu kommt, dass ich momentan absolut keine Energie mehr habe. Meine Gastmutter war jetzt von Donnerstag bis Sonntag, also heute, in Spanien, denn hier sind gerade Schulferien gewesen und man könnte meinen, dass ich in den 4 Tagen voller Ruhe wieder energiegeladen bin, aber das ist leider nicht der Fall. Ich fühl mich schon seit einiger Zeit so, als würde ich in einem Tief feststecken. Es hat nichts mit Heimweh zu tun, denn das habe ich glücklicherweise nicht mehr und dieses auch gut überwunden. Nur aus dem Tief scheine ich nicht herauszukommen. 
Ich bin momentan fast permanent müde oder habe Kopfschmerzen und noch dazu werde ich, seitdem ich in Bristol bin, jeden Monat einmal krank und habe eine Erkältung. Inzwischen denke ich nicht mehr, dass es daran liegt, dass ich es nicht gewohnt bin um Kinder herum zu sein. Das war vielleicht in den ersten drei Monaten der Fall, aber nicht mehr jetzt im 5. Heute ist es sogar so schlimm, dass ich am liebsten alles stehen und liegen lassen würde um sofort nach Hause zu gehen. Zwischendurch würde ich meiner Gastmutter auch am liebsten sagen, dass ich alles abbrechen will und sie sich leider ein neues AuPair suchen muss. Aufgeben ist für mich allerdings absolut keine Option und ich weiß, dass ich in ein paar Jahren bereuen würde, wenn ich jetzt hier abbrechen würde. Die erste Hälfte ist geschafft und jetzt muss nur noch die zweite hinter mich gebracht werden. 
Jetzt ist der Post leider etwas ausgeartet, aber ich musste das einfach mal ein wenig auslassen. Ich werde, trotz fehlender Motivation, weiterhin versuchen zu bloggen, auch wenn es bis August recht still hier bleiben wird.

Freitag, 17. Februar 2017

[Rezension] Mary E. Pearson - Der Kuss der Lüge

Autor: Mary E. Pearson
Titel: Der Kuss der Lüge
Original Titel: The Kiss of Deception
Reihe: Band 1 von 4
Seiten: 560
Verlag: Bastei Lübbe
Veröffentlichung: 16. Februar 2017
Gelesen als: E-Book
ISBN: 978-3-7325-4121-8
Preis: 13.99 €

Inhalt:
Sie befahl, und das Licht gehorchte ihr. Auf einen Wink von ihr fielen Sonne, Mond und Sterne auf die Knie und erhoben sich wieder. Es war einmal eine Prinzessin, mein Kind, und die ganze Welt lag ihr zu Füßen … Blonde Locken, ein warmer Blick, freundlich – der eine. Dunkle Augen, braungebrannt, ein beunruhigendes Lächeln – der andere. Gleich zwei Männer sind es, die Lias Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Es ist der erste Abend, an dem Lia als Schankmädchen in der Taverne arbeitet. Dabei ist sie eigentlich eine Prinzessin. Doch sie ist auf der Flucht, weggelaufen von zu Hause, weil sie sich nicht auf die Ehe mit einem Prinzen einlassen wollte, den sie noch nie in ihrem Leben gesehen hat. Was sie nicht ahnt, einer der beiden Männer ist der Prinz, gegen den sie sich entschieden hat. Und der andere ein Mörder, losgeschickt, um Lia zu töten. Während Lia sich zu beiden hingezogen fühlt, ahnt sie nicht, dass sie längst in größter Gefahr schwebt...

Zitate:
„Heute war der Tag, an dem tausend Träume sterben mussten und ein einzige geboren wurde.“

„Ich selbst war nun die Herrin meines Schicksals – und kein Stück Papier, das mich mit einem Runzelprinzen vermählte. Endlich war ich von alldem befreit.“

„Er forderte mich bei allem, was ich sagte, heraus, aber er hörte auch aufmerksam zu. Er hörte zu, als wäre jedes Wort wichtig, das ich sagte.“

Meine Meinung:
Der Kuss der Lüge hatte ich schon eine ganze Weile im Auge, denn im englischsprachigen Raum wurde das Buch ganz schön gehyped. Als ich es dann auf NetGalley entdeckt habe, musste ich einfach mein Glück versuchen und bin dem Verlag für das Rezensionsexemplar wirklich dankbar.
Ich bin mir sehr hohen Erwartungen an das Buch gegangen, weil ich so viel gutes gehört habe und es hörte sich auch nach einem Buch ganz nach meinem Geschmack an. Dementsprechend habe ich mich natürlich sehr gefreut, als ich das Buch endlich beginnen konnte und musste leider schnell feststellen, dass das Buch in mir keinerlei Begeisterung hervorrufen konnte.
Der Einstieg ist mir nicht schwer gefallen und bis es zum eigentlichen Plot kommt, muss man nicht lange warten. Mir ist sehr schnell aufgefallen, wie bildhaft das Buch ist. Das hat mir sehr gut gefallen, denn ich konnte mir alles sehr gut bildlich vorstellen und ich konnte mich auch sehr schnell in dem Buch und der Welt orientieren. Zu Anfang schien das Buch auch noch sehr vielversprechend zu sein und ich habe mich darauf gefreut, weiterzulesen.
Leider ist mir bei dem Buch recht schnell langweilig geworden. Die Handlung bewegte sich nicht von der Stelle und ich hatte das Gefühl, dass wir uns im Kreis drehen würden. Zum Ende hin nahm das Buch ein wenig an Fahrt auf, aber wirklich packen konnte es mich dort ebenfalls nicht. Auch die Umsetzung, mit der Frage, wer der Prinz und der Mörder ist, fand ich absolut nicht gut umgesetzt. Ich musste nicht viel vom Buch lesen und ich wusste, wer der Prinz und wer der Mörder ist. Das hätte definitiv besser umgesetzt werden können. Vielleicht wäre es anders gewesen, wenn wir nicht so häufig aus der Sicht des Prinzen oder des Mörders gelesen hätten.
Mit dem Liebesdreieck konnte man ja schon Anfang an rechnen und das hat mich auch wenig gestört, aber was mich gestört hat ist, dass es quasi nur eine Liebesgeschichte im Fantasy-Setting ist. Ich hatte das Gefühl, dass das einzige, was in irgendeiner Art und Weise an Fantasy erinnert hat, waren die Namen, die Welt und die Gabe, von der aber leider ganz schön wenig die Rede war und man auch erst zum Ende hin ein wenig mehr über sie erfahren hat. Glücklicherweise war der Weltenbau nicht schlecht, aber man hätte sicher noch etwas tiefer in die Materie gehen können, denn ich bin mir sicher, dass hinter allem noch eine Menge mehr steckt.
Lia fand ich als Protagonistin toll. Sie war nicht diese hilflose Prinzessin, wie man sie oft in den typischen YA Fantasybüchern findet, sondern sie war schlagfertig und wusste sich zu wehren. Sie hatte definitiv ihren eigenen Kopf, was mal ganz erfrischend war. Den Prinzen und den Mörder fand ich beide allerdings etwas langweilig und flach, wobei ich den Mörder etwas interessanter fand. Trotzdem habe ich mich für beide nicht wirklich interessiert. Generell habe ich mich nur für einen Charakter richtig interessiert und das war ausgerechnet ein Nebencharakter, welcher leider nicht sehr häufig auftauchte.
Das Ende hat mich leider auch wieder nicht großartig packen können. Es nahm zwar, wie ich schon erwähnte, etwas an Fahrt auf, aber dadurch, dass der Großteil des Buches schon so schleppend und langweilig war, hätte das Ende auch nichts mehr herausreißen können. Leider fand ich das Ende aber auch wieder recht typisch, sodass es keine große Überraschung war und der Twist war in meinen Augen ja sowieso sehr schwach.

Fazit:
Der Kuss der Lüge ist wohl eines der schwächsten Fantasybüchern, die ich je gelesen habe. Es war jetzt nicht absolut schlecht, aber es hat mich auch absolut nicht beeindrucken oder fesseln können. Ich bin mir selber nicht sicher, ob ich die Reihe weiter verfolgen werde, auch wenn ich Potential sehe, dass die Reihe nach dem Auftakt noch etwas besser wird.


Mittwoch, 1. Februar 2017

[Monatsrückblick] Januar 2017

Jetzt wo ich diesen Monatsrückblick schreibe, wird mir gerade erst bewusste, dass ich in 6 Monaten wieder nach Hause zurückkehre und mein Auslandsjahr vorbei ist. Die Zeit hier vergeht wirklich unglaublich schnell und ich kann es kaum glauben, dass der Januar schon vorbei ist. Dafür war ich diesen Monat aber im Bristol Aquarium (ist sein Geld nicht wert) und eigentlich war auch ein Besuch der SS Great Britain geplant, aber das muss jetzt im Februar nachgeholt werden. 
Mein Lesemonat ist wirklich ganz gut geworden. Ich habe mir für dieses Jahr vorgenommen, mich nicht mehr stressen zu lassen, was das Lesen angeht, weil es mir mein Hobby einfach vermiest und das klappt bisher auch ganz super. Ich lese wirklich nur noch dann, wenn ich die Lust dazu verspüre und mir macht es auch grad nichts aus, wenn ich mal mehrere Tage nichts lese. Nachdem ich mich in den letzten Monaten immer etwas davon habe stressen lassen, wie viel die anderen lesen, ist damit jetzt endlich Schluss und ich hoffe, dass das auch weiterhin so gut klappen wird. Ansonsten hab ich im Januar generell etwas meine Motivation verloren und bin permanent müde. Ich hoffe, dass sich das mal bald ändert, damit ich auch hier auf dem Blog wieder ein wenig mehr durchstarten kann. Aber kommen wir mal lieber zu dem, was ich im Januar gelesen habe.

Satistik:
Gelesen: 6
Seitenanzahl (insgesamt): 2350
Seitenzahl (Schnitt am Tag): 75,8
Durchschnittliche Bewertung: 3,7
Angefangen: Bourbon Kings
Neuzugänge: 6
SuB (am Ende des Monats): 38 (Vormonat: 37)

Gelesen:
1. Krista & Becca Ritchie - Addicted To You
2. Jex Lane - Captive
4. Gena Showalter - Alice in Zombieland
5. J.R. Ward - Blood Vow
6. Mona Kasten - Trust Again

Monatshighlight:

Enttäuschung des Monats: