Samstag, 7. Oktober 2017

Neal Shusterman - Scythe: Die Hüter des Todes

Autor: Neal Shusterman
Titel: Scythe - Die Hüter des Todes
Original Titel: Scythe
Reihe: Band 1 von 3
Seiten: 528
Veröffentlichung: 21. September 2017
Gelesen als: Hardcover
ISBN: 978-3-7373-5506-3
Preis: 19,99 €

Inhalt:
Unsterblichkeit, Wohlstand, unendliches Wissen.
Die Menschheit hat die perfekte Welt erschaffen - aber diese Welt hat einen Preis.

Citra und Rowan leben in einer Welt, in der Armut, Kriege, Krankheit und Tod besiegt sind. Aber auch in dieser perfekten Welt müssen Menschen sterben, und die Entscheidung über Leben und Tod treffen die Scythe. Sie sind auserwählt, um zu töten. Sie entscheiden, wer lebt und wer stirbt. Sie sind die Hüter des Todes. Aber die Welt muss wissen, dass dieser Dienst sie nicht kalt lässt, dass sie Mitleid empfinden, Reue, unerträglich großes Leid. Denn wenn sie diese Gefühle nicht hätten, wären sie Monster.
Als Citra und Rowan gegen ihren Willen für die Ausbildung zum Scythe berufen werden und die Kunst des Todes erlernen, wächst zwischen den beiden eine tiefe Verbindung. Doch am Ende wird nur einer von ihnen auserwählt. Und dessen erste Aufgabe wird es sein, den jeweils anderen hinzurichten...

Zitate:
"Die Entwicklung der Zivilisation war abgeschlossen. Das wusste jeder. Was die Menschheit betraf, gab es nichts Neues mehr zu erfahren. Nichts an ihrer Existenz musste noch enträtselt werden. Und das bedeutete, dass kein Mensch wichtiger war als irgendein anderer. Im großen Plan der Dinge war vielmehr jeder gleich nutzlos." (S. 18)

"Ein Scythe ist nur das Werkzeug des Todes, doch ihr seid es, die meinen Arm bewegt. Du und deine Eltern und jeder andere auf dieser Welt führen die Hand der Scythe." (S. 22)

"Ich soll sie formen. Der Thunderhead ist die Wurzel, ich bin die Schwere, die die Äste zurechtstutzt und den Baum am Leben erhält." (S. 277)

Meine Meinung:
Das Buch war im englischsprachigen Raum eine ganze Zeit lang überall zu sehen und dort hat es schon meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Als es dann auf vorablesen online war, musste ich einfach mein Glück versuchen und gehörte doch tatsächlich zu den Glücklichen Gewinnern. Einen lieben Dank also an vorablesen und den Verlag für das Rezensionsexemplar.

Ganz gespannt habe ich das Buch in die Hand genommen und der Einstieg ist mir ganz leicht gefallen. Man lernt direkt die Protagonisten kennen und bekommt einen Einblick darin, wie das Leben mit den Scythe so ist. Es wurde natürlich auch eine Menge erklärt und die wichtigsten Sachen haben wir zu Anfang erfahren und mit dem Rest des Buches wurde alles immer ein wenig weiter ausgebaut und es kam immer mehr dazu. Da es aber im Laufe der Handlung vertieft worden ist, gab es nie zu viele Infos auf einmal.
Das Konzept an sich ist ja wirklich einzigartig und hebt sich unter all den Dystopien hervor, weswegen ich besonders gespannt auf die Handlung und deren Umsetzung war. Die Handlung konnte mich fast komplett begeistern, denn sie ist sehr facettenreich. Wir erleben nicht nur, wie Citra und Rowan lernen, sondern wir erleben auch einige Nachlesungen und die Probleme, die sich damit auftun bzw. womit die Scythe oder deren Lehrlingen innerlich zu kämpfen haben. Das Facettenreichtum zeigte sich außerdem auch in den verschiedenen Arten nachzulesen, die bei dem ein oder anderen Scythe ein wenig brutaler ausfällt.  Die Umsetzung hat mir ebenfalls ganz gut gefallen. Leider fand ich es im Mittelteil für eine Zeit lang ein wenig langweilig, was sich aber durch einen sehr überraschenden Moment geändert hat. Daraufhin ging es wieder bergauf, wurde aber nochmal für einen Moment etwas langweiliger, weil sich alles ein wenig wiederholt hat. Es hat dann aber nicht mehr lange gedauert bis es mit der Spannung wieder besser wurde und ich das Buch kaum noch zur Seite legen wollte.
Alles in allem haben mir die Charaktere gefallen und ich kam sehr gut mit Citra und Rowan zurecht. Die beiden sind ziemlich verschieden, aber in ihrer Situation entwickelt sich ein gewisses Band zwischen den beiden. Trotz dieses Bandes zwischen ihnen sind sie sich aber ihrer Situation vollends bewusst und versuchen das Beste aus dieser zu machen. Was mich extrem überrascht hat ist, dass ich mit den Scythe so gut sympathisieren konnte. Es gab natürlich welche, die man nicht leiden konnte, aber im Allgemeinen haben wir verständnisvolle Scythe kennen gelernt, die das Beste aus ihrem Job machen. Ich fand die Charaktere wirklich allesamt sehr gut ausgearbeitet
Das Ende hat mich richtig überraschen und fesseln können. Ich habe mit kaum etwas gerechnet und klebte quasi an den Seiten, weil ich wissen musste, wie es ausgeht. Ich konnte zwar schon erahnen, wie es enden würde, aber es gab dennoch ein paar Zusätze, die super gut in das Buch gepasst haben und die die Vorfreude auf den zweiten Band steigen lassen.

Fazit:
Mein erstes Buch von Neal Shusterman, dass mich absolut von sich überzeugen konnte. Trotz kleiner Längen im Mittelteil wurde mein Lesespaß nicht gemindert und ich bin extrem gespannt, wie es mit den Charakteren weitergeht. Band 2 wird schon in voller freudiger Erwartung herbeigesehnt.

Sonntag, 1. Oktober 2017

[Monatsrückblick] September 2017

Der September war irgendwie ein komischer Monat. Besonders was meine Stimmung anging, denn irgendwie hatte ich auf absolut nichts Lust und habe die Wohnung nur verlassen, wenn Mama und ich einkaufen mussten, ich zu meinem Papa gegangen bin oder einfach mal selber in die Stadt gegangen bin. Ich habe keine Ahnung, woher diese Laune herkam, aber sie war einfach da und somit habe ich mich auch zu nichts gezwungen. Vielleicht war es jetzt auch deshalb, weil bei mir nächsten Monat die Uni losgeht und ich somit nicht mehr rumsitzen und nichts machen kann. Leider hat mich diese Laune aber auch in eine Leseflaute getrieben, aus der ich aber hoffentlich langsam mal rauskommen werde, weil sie mich doch ganz schön nervt. 
Geschafft habe ich diesen Monat aber doch zum Glück ein paar Bücher.

Statistik:
Gelesen: 6
Seitenzahl (insgesamt): 2477
Seitenzahl (Schnitt am Tag): 82,5
Durchschnittliche Bewertung: 3,7
Angefangen: Tower of Dawn
Neuzugänge: 6
SuB (am Ende des Monats): 42 (Vormonat: 41)

Gelesen:

1. Elle Kennedy - The Deal
Gestartet hat der Monat mit einem Reread. Inzwischen habe ich das Buch schon zum 4. Mal gelesen und es gefällt mir immer noch so gut, wie beim ersten Mal. Ich glaube, dass ist eine dieser Reihen, die ich nie aufhören werde zu lieben. 

2. Ewa A. - Im Schatten der drei Monde
Der erste Band der Reihe konnte mich wirklich von sich überzeugen, aber leider war es bei dem Buch anders. Diesmal konnte es mich absolut nicht mitnehmen und ich habe mich eine Weile lang ziemlich gelangweilt und überraschen konnte mich nicht vieles. Ich bin mir unschlüssig, ob ich die Reihe wirklich weiter verfolgen werde.

3. Liora Blake - Fair Catch
Ein sehr toller Einstieg in eine neue New Adult Trilogie. Wenn ich mich nicht in einer Leseflaute befunden hätte, dann hätte ich das Buch wohl in einem verschlungen. So habe ich mir aber Zeit gelassen und bereue es auch nicht. Mich konnte das Buch absolut überzeugen. 

4. Liora Blake - Wild Dream
Eine gelungene Fortsetzung, die mich wie sein Start in die Trilogie überzeugen konnte. Die Charaktere waren absolut liebenswert und bis auf die Naivität der Protagonistin hatte ich kaum Probleme mit dem Buch. 

5. Tommy Wallach - The Love Has No End
Ein ganz interessantes Jugendbuch, dass sich ein wenig von anderen abhebt. Gefiel mir ganz gut, aber einige Dinge im Plot konnten mir nicht zusagen und auch mit den Protagonisten kam ich nicht allzu gut klar. Allerdings kann man sich dennoch recht gut mit Parker identifizieren. Ob mir das Buch lange im Gedächtnis bleiben wird, wage ich zu bezweifeln.

6. Scythe: Die Hüter des Todes - Neal Shusterman
Ein sehr gelungenes Buch mit einem einzigartigem Konzept. Mich konnte Neal Schusterman absolut mit Scythe überzeugen und es war ein wahnsinnig guter Einstieg in diese Reihe. Ein Buch, welches ich nur empfehlen kann und ich freue mich schon sehr auf den zweiten Band.

Monatshighlight:

Enttäuschung des Monats:

Freitag, 29. September 2017

[Neuzugang] Der September hielt sich im Rahmen

Der September ist fast vorbei und da ich bezweifle, dass ich in den letzten zwei Tagen noch neue Bücher kaufen werde, wird es Zeit euch meine Neuzugänge vorzustellen. Im September hab ich mich doch tatsächlich mal zurückhalten können und habe nur Bücher gekauft bzw angefragt, die mich wirklich interessiert haben. Dank einer Leseflaute habe ich allerdings noch nicht allzu viele Bücher gelesen und mein SuB ist, glaube ich, doch ein wenig gewachsen. Im Oktober hoffe ich aber, dass ein paar weniger Bücher bei mir einziehen oder es bei E-Books bleibt, da diese doch ein wenig günstiger sind. 
Insgesamt sind bei mir 3 Printbücher bei mir eingezogen und tatsächlich habe ich nur eines von ihnen gekauft und die anderen beiden sind Rezensionsexemplare. Von den Büchern habe ich zum jetzigen Zeitpunkt, an dem ich den Post schreibe, erst ein Buch komplett gelesen und bei dem anderen bin ich kurz vorm Schluss. 

This Love Has No End von Tommy Wallach habe ich vom Verlag bekommen und der Klappentext hörte sich wirklich sehr interessant an. Gelesen ist das Buch auch schon und es ist definitiv kein schlechtes Buch, aber vom Hocker konnte es mich auch nicht hauen.
Scythe - Die Hüter des Todes von Neal Shusterman konnte ich dank vorablesen als Rezensionsexemplar erhalten und das Buch hat mich schon eine Weile angelächelt, seitdem es in Amerika und England seine Runden gemacht hat. Bisher gefällt mir das Buch ganz gut und ich bin schon gespannt, wie es enden wird.
Tower of Dawn von Sarah J. Maas war wohl das Buch, auf welches ich mich am meisten gefreut habe dieses Jahr und ich habe es immer noch nicht gelesen, obwohl ich es schon seit Anfang/Mitte September habe. Aber da die Rezensionsexemplare Vorrang haben und mich dann eine Leseflaute aufgesucht hat, bin ich noch nicht dazu gekommen das Buch zu lesen. Im Oktober wird es aber soweit sein und ich bin schon ganz gespannt darauf.

The Song of Achilles von Madeline Miller steht schon ganz lange auf meiner Wunschliste und dann war es plötzlich so günstig für den Kindle zu erhalten, dass ich einfach nicht Nein sagen konnte. Ich habe schon so viel gutes über das Buch gehört und bin gespannt es endlich Mal zu lesen. 
Taken Back von Cali Mackay & Julie Farrell, genauso wie Summer Sky von Lisa Wallow waren Spontankäufe. Ich weiß gar nicht mehr genau wie ich die Bücher gefunden habe, aber nachdem ich die Klappentexte gelesen habe und den günstigen Preis gesehen habe, konnte ich mich einfach nicht zurückhalten und habe sie kurzerhand gekauft. Ich bin schon gespannt, was mich bei den beiden Büchern erwarten wird.

Kennt ihr schon eines der Bücher? Wenn ja, wie haben sie euch gefallen? Und was ist bei euch so im September eingezogen?


Montag, 25. September 2017

[Rezension] Tommy Wallach - This Love Has No End

Autor: Tommy Wallach
Titel: This Love Has No End
Original Titel: Thanks for the Trouble
Reihe:
Seiten: 320
Verlag: cbj
Veröffentlichung: 04. September 2017
Gelesen als: Paperback
ISBN: 978-3-570-17396-1
Preis: 14,99 €

Inhalt:
Als der 17-Jährige Parker in einer Luxushotellobby dem faszinierenden Mädchen Zelda begegnet und sie um ein obszön dickes Banknotenbündel erleichtert, ist es vorbei mit seiner Unsichtbarkeit. Denn eigentlich hat er die Kunst perfektioniert, niemandem aufzufallen. Doch die silberhaarige Zelda sieht ihm mitten ins Herz. Und so lässt Parker sich mit ihr auf eine hochriskante Wette ein. Die wird sie beide in einem atemberaubenden Wirbel durch die Nacht tragen, sie werden der Liebe begegnen, dem Glück über den Weg laufen, dem Tod ins Auge schauen uns erkennen, was ihnen ihr Leben wert ist.

Zitate:
"Man könnte ja meinen, ich hätte begonnen, in Hotels herumzuhängen, weil sie tolle Orte sind, um Leute zu beklauen, aber eigentlich war es genau andersrum." (S. 19)

"Ich bin doch eigentlich wie Robin Hood. Ich klaue von den Reichen und gebe es den Armen. In diesem Fall bin der Arme eben ich." (S. 22)

"Sie liebten sich so wie das Meer die Küste - an der es nagt, Stück für Stück, Tag für Tag. Sie liebten sich wie die Sonne, die Pflanzen wachsen lässt, dann die Blätter verbrennt und alle Feuchtigkeit aus der Erde zieht, bis sie hart und ausgedörrt ist. Sie liebten sich wie die Tauben, sie Bronzestatue, die sie komplett zuscheißen." (S. 50)

Meine Meinung:
Das Buch ist mir ganz spontan wegen des Covers im Bloggerportal aufgefallen und vom Klappentext her hörte es sich auch sehr interessant an. Ich muss mich daher einmal beim Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares bedanken.

Bei dem Buch wird man direkt in die Handlung geworfen, aber der Einstieg fällt einem dennoch nicht schwer, weil alles am Anfang doch erklärt wird und wir einen Blick in Parkers Leben und Gedankenwelt bekommen. Da man direkt in die Handlung geworfen wird, muss man nicht lange darauf warten, dass Parker Zelda zum ersten Mal sieht. Nach dem Einstieg ist mir aber schnell aufgefallen, dass sich das Buch in eine andere Richtung entwickeln würde, als ich es erwartet hätte.
Ich kann meine Erwartungen an das Buch nicht genau beschreiben, aber ich habe mit einer komplett anderen Handlung gerechnet. Im Endeffekt fand ich die Handlung aber ganz und gar nicht schlecht. Sie hebt sich vielleicht auch nicht unbedingt von anderen Romanen ab, aber sie hat etwas an sich, dass die etwas besonderes ist. Vielleicht mag es aber auch nur an den beiden Protagonisten liegen, die verschiedener gar nicht sein können, aber dennoch wahnsinnig gut harmonieren. Ich fand einen Punkt an der Handlung allerdings mehr als seltsam, der mir nie richtig zusagen konnte. Leider kann ich ihn nur nicht erwähnen, da ich sonst mächtig etwas über Zelda spoilern würde. Aber ich glaube, dass das der einzige Punkt an der Handlung und der Umsetzung war, den ich absolut nicht mochte. Wobei...eine Sache gibt es da doch noch und das ist die Länge der Kapitel. Ich fand sie allesamt viel zu kurz und ein Großteil der Kapitel ist nur 3-4 Seiten lang. Das hat mich auf Dauer extrem genervt.
Mit den Charakteren bin ich leider nie richtig warm geworden. So ging es mir mit den Protagonisten und allen Nebencharakteren. Sie waren mit alle unsympathisch und fühlten sich maßlos konstruiert an. Ich hab dadurch auch leider nie eine Verbindung zu den Charakteren aufbauen können und ab irgendeinem Zeitpunkt ging mir besonders Zelda auf die Nerven. Mit ihr konnte ich wohl am wenigsten anfangen. Am meisten konnte ich tatsächlich etwas mit Parker anfangen und mich ein wenig mit ihm identifizieren. Wenn er nicht so konstruiert gewirkt hätte, dann hätte ich ihn wohl richtig ins Herz geschlossen.
Das Ende war leider von Anfang an abzusehen und hielt keine Überraschung für einen breit. Es ist kein schlechtes Ende und es passt sehr gut zur Handlung, aber der Überraschungseffekt hat mir gefehlt. So war mir einfach von Anfang an bewusst, was am Ende geschehen würde. Außerdem fühlte es sich zum Schluss recht gehetzt an, so als hätte der Autor das Buch einfach schnell beenden wollen.

Fazit:
Ich habe das Gefühl, dass meine Rezension sich extrem negativ anhört und ich das Buch absolut schrecklich fand, aber das ist nicht der Fall. Es war definitiv noch eine Menge Luft nach oben, aber es ist auch kein schlechtes Buch. Das Buch ist halt schlichtweg einfach nur durchschnittlich. Ich denke nur leider, dass mir das Buch nicht sehr lange im Gedächtnis bleiben wird.

Sonntag, 17. September 2017

[Rezension] Liora Blake - Wild Dream

Autor: Liora Blake
Titel: Wild Catch
Original Titel: Second Chance Season
Reihe: Band 2 von 3
Seiten: 400
Veröffentlichung: 04. September 2017
Gelesen als: E-Book
ISBN: 978-3-95818-182-3
Preis: 4,99 €

Inhalt:
Garrett Strickland ist ein Junge vom Land, in jeder Hinsicht. Er ist loyal und lebt im Hier und Jetzt, nicht in der Vergangenheit. Denn dort liegen nur ein abgebrochenes Landwirtschaftsstudium, das ihm eigentlich eine blühende Zukunft bescheren sollte, und der Tod seines Vaters, der ihm die überschuldete Familienfarm hinterließ. Nach dem Verkauf hat Garrett ein für alle Mal gelernt, dass wilde Träume einen nicht weiter bringen und man nur Gefahr läuft alles zu verlieren. Bis sein Weg den eines Stadtmädchens kreuzt, dass gerade seinen Traum von der Zukunft verwirklicht, und er sich fragt ob das Hier und Jetzt wirklich reicht. 
Cara Cavanaugh ist bereit für das Leben. Selbst wenn es bedeutet ihr bisherige Leben komplett über den Haufen zu werfen und ihren Verlobten und einen gut bezahlten Job in Chicago zu verlassen. Nun hofft sie, dass ein Schreibauftrag in den Weiten Coloradosder erste Schritt in Richtung einer glorreichen Karriere als freischaffende Journalistin ist. Leider hat sie vom Leben auf dem Land so viel Ahnung wie vom Kühe melken. Aber als liebenswerter Typ von nebenan,der dazu auch noch aussieht wie dem nächsten County Music Video entsprungen, ihr seine Hilfe anbietet, merkt Cara, dass die beste Story vielleicht eine Love Story ist. Nämlich ihre...

Zitate:
"Da draußen, egal wem das Land gehört, ist die Arbeit auf eine Weise ehrlich, wie es kein anderer Job sein kann. Der Boden macht alle gleich, man kann ihm nichts vorgaukeln oder sich seinen Weg durchflunkern für das, was es braucht, um auf diese Weise seinen Lebensunterhalt zu verdienen und das - diese raue und authentische Realität - ist es, was ich am meisten daran vermisse, auf dem Land zu arbeiten." (Pos. 810)

"Ich will Garrett Strickland behalten. Nicht nur für ein paar weitere Wochen, nicht nur, bis ich weg muss. Ich will ihn behalten. Für immer." (Pos. 3636)

Meine Meinung:
Da ich von Liora Blakes Büchern bisher nur gutes gehört habe, habe ich den zweiten Teil ihrer Grand Valley Trilogie direkt mit dem ersten Band auf NetGalley angefragt. Ich möchte mich daher einmal bei NetGalley und dem Verlag zur Bereitstellung des Rezensionexemplares bedanken.

Der Einstieg fiel mir sehr leicht, da ich mit dem Setting und mit Garrett aus dem ersten Band schon vertraut war. Wir wurden, genauso wie im ersten Band, auch direkt in die Handlung geworfen und mussten nicht lange auf das erste Aufeinandertreffen warten. Es war definitiv mal was anderes, denn Garrett hat Cara am Straßenrand aufgegabelt. Das sich die Protagonisten so kennen lernen habe ich bisher auch noch nicht erlebt und hier in diesem Fall passte dieser Einstieg mehr als perfekt. 
Die Handlung fand ich in diesem Band etwas klischeehafter als im ersten Band. Besonders alles um Cara herum fand ich ziemlich klischeehaft, aber der restliche Handlungsverlauf hat mich das während des Lesens immer wieder vergessen lassen. Bisher ist diese Trilogie die einzige in dem Genre, die ich gelesen habe, bei der die Protagonisten auf dem Land arbeiten und auch hier hat es mir, wie beim ersten Teil schon gefallen. In Wild Dream kriegen wir mehr über das Leben auf dem Land direkt mit, weil mehr als 90% der Handlung spielt direkt auf dem Land und an der ein oder anderen Stelle war es wirklich sehr amüsant. Die Umsetzung schien mir wirklich gelungen, denn es wirkt sehr facettenreich und die Autorin schert sich auch nicht darum zu zeigen, was auf dem Land so los sein kann. 
An sich waren mir so ziemlich alle Charaktere sympathisch und Garrett hat es mir wirklich angetan, aber was mir an Cara negativ aufgefallen ist, dass sie also so extrem naiv dargestellt worden ist. Mir braucht kein Mensch erzählen, dass er noch nie einen Sicherungskasten gesehen hat. Besonders bei jemanden wie Cara, die eh nie richtig in das Leben ihrer Familie gepasst hat und etwas anderes für sich wollte. Ansonsten fand ich aber, dass man sich mit ihr auch identifizieren kann, denn wenn ich mich auf einem Bauernhof oder einer Farm wiederfinden würde, dann würde ich wohl in der ein oder anderen Situation genau wie Cara handeln. Von Garrett war ich ja schon im ersten Band ganz angetan und er stellte sich als absolut keine Enttäuschung heraus. An ihm stimmte einfach alles, denn er war loyal, ehrlich, hat Mitgefühl gezeigt und war immer bemüht das Richtige zu tun oder sein Gegenüber zu unterstützen. Am meisten hat mich aber gefreut, dass Whitney und Cooper vorgekommen sind und wir auch ein wenig erfahren haben, wie es sich bei den beiden weiterentwickelt hat. 
Das Ende hat mir ganz gut gefallen. Natürlich kam es nicht ganz ohne Drama aus, aber wie schon beim ersten Band fand ich, dass die Probleme realistisch gewesen und dargestellt worden ist. Es wirkte nicht überzogen und ich habe auch besonders am Ende mit den beiden Protagonisten mitgefiebert, dass die beiden alles hinbekommen.

Fazit:
Mit Wild Dream hat Liora Blake einen würdigen Folgeband geschrieben. Die Charaktere sind wirklich real, genauso wie deren Probleme. Der Roman zeichnet sich durch seine Vielschichtigkeit aus und man will das Buch gar nicht aus der Hand legen. Ich bin schon gespannt, was Liora Blake sich für den dritten Band hat einfallen lassen.



Donnerstag, 14. September 2017

[TAG] My Reading Habits

Ich bin ja ein großer TAG-Liebhaber, aber selber einen mache passiert bei mir dann doch eher weniger. Diesen TAG habe ich bei Jasi von meinelieblingsbooks entdeckt und er hat mir ganz gut gefallen, da man ein wenig mehr über den Blogger erfährt, ohne das man zu private Fragen beantworten muss.

Die Fragen

1. Hast du einen bestimmten Platz zu Hause zum Lesen?
Nein, einen bestimmten Platz habe ich nicht. Ich lese überall zu Hause, dabei ist es mir egal ob es in meinem Zimmer in meinem Bett oder im Sitzsack ist, ob ich im Bett meiner Mama lese oder auf der Couch. Ich nutze jeden Raum zu lesen, sodass es auch vorkommt, dass ich im Badezimmer lese oder in der Küche. 

2. Lesezeichen oder ein willkürliches Stück Papier?
Lesezeichen! Sobald ich ein Buch beginne, nehme ich eines meiner Lesezeichen aus meinem Nachtschrank. Das ist das einzige, was ich willkürlich auswähle. Allerdings kann es auch mal passieren, dass ich mein Lesezeichen vergesse und für den Moment reicht dann auch ein Stück Papier oder ein Taschentuch.

3. Kannst du irgendwo aufhören in einem Buch zu lesen oder wartest du bis ein Kapitel zu Ende ist oder bis du 50-100 Seiten gelesen hast?
Am liebsten höre ich mit dem Lesen auf, bis ich ein Kapitel beendet habe, allerdings habe ich auch kein Problem darin ein Buch mitten im Kapitel zur Seite zu legen. Für mich funktioniert beides ganz gut.

4. Isst du oder trinkst du während des Lesens?
Absolut. Ich lese ja selbst, wenn ich am Frühstücken bin und mache mir dabei auch keine Sorgen, dass ich das Buch beschädige. Zwischen Buch und Essen ist immer genug Abstand. Aber auch sonst so trinke oder nasche ich beim Lesen.

5. Multitasking: Musik oder Fernsehen während du liest?
Tatsächlich beides. Ich habe keine Probleme zu lesen, wenn nebenher der Fernseher läuft und Musik ist bei mir immer an. Ich brauche einfach diese Hintergrundgeräusche und mich lenken sie auch nicht ab. Wenn ein Buch so richtig gut ist, dass vergesse ich sogar die Hintergrundgeräusche.

6. Ein Buch oder mehrere Bücher gleichzeitig?
Geht beides bei mir gut und es wechselt immer wieder. Mal lese ich immer nur ein Buch zur Zeit und zu anderen Zeiten mehrere. Mehrere Bücher gleichzeitig lese ich meistens im Winter, weil es so früh dunkel wird und ich keine Lust habe extra das Licht anzumachen und dann lese ich im dunkeln auf meinem Kindle. Zur Sommerzeit ist es dann tatsächlich eher nur ein Buch zur Zeit. 

7. Zuhause lesen oder überall?
Am liebsten zuhause. Ich mag es inzwischen gar nicht mehr so gerne unterwegs zu lesen. Ich weiß auch nicht genau warum das so ist, aber das ist mir vor ein paar Monaten in Bristol aufgefallen, dass ich es gar nicht mehr mag in öffentlichen Verkehrsmitteln zu lesen. Wenn es allerdings in einem Café ist, in der Schule oder z.B. in einem Park, dann lese ich da auch ganz gerne.

8. Laut lesen oder still im Kopf ("normales" Lesen)?
Ich kann es nicht leiden laut zu lesen. Vorlesen ist auch nicht so meins, zumindest wenn es um längere Texte geht. Aber wenn ich zuhause bin, dass lese ich natürlich immer am liebsten still. Wenn ich was anderen machen würde, würde meine Mama mich wohl auch blöd anschauen und mir fragen ob es mir noch ganz gut geht. 

9. Überspringst du Passagen aus einem Buch oder Seiten?
Das kann durchaus mal passieren. Wenn mich ein Buch nicht mitreißen kann oder ich es nicht allzu gerne mag, dann überfliege ich die ein oder andere Stelle um ein wenig schneller durch Buch zu kommen. 

10. Den Buchrücken brechen oder ihn so belassen, dass er im besten Falle wie neu aussieht?
Mit Absicht breche ich den Buchrücken nicht, aber wenn es von selber passiert, dann habe ich damit auch kein Problem. Für mich ist es nicht allzu wichtig, dass das Buch nach dem Lesen wie neu aussieht.

11. Schreibst du in deine Bücher?
Nein. Das einzige, was in meine Bücher kommt, sind Post-Its. In Bücher habe ich bisher nur geschrieben, wenn es sich um eine Schullektüre gehandelt hat. 

12 Wen taggst du?
Ich tagge einfach mal jeden, der Lust auf diesen Tag hat :)

Sonntag, 10. September 2017

[Rezension] Liora Blake - Fair Catch

Autor: Liora Blake
Titel: Fair Catch
Original Titel: First Step Forward
Reihe: Band 1 von 3
Seiten: 400
Veröffentlichung: 04. September 2017
Gelesen als: E-Book
ISBN: 978-3-95818-181-6
Preis: 4,99 €

Inhalt:
Denvers Wide Receiver Cooper Lowry hat eine grandiose Karriere hinter sich. Dafür hat er schwer gearbeitet und sich keine Ablenkung gegönnt. Aber so langsam merkt Cooper, dass sein Körper die Schläge auf dem Football Feld nicht mehr so leicht wegsteckt. Nach einem besonders harten Match hilft nur noch der Gang in die Apotheke, wo ihm eine faszinierende, wunderschöne und leicht chaotische junge Frau hilft, das unterste Regalbrett zu erreichen. Cooper ist sich sicher, dass er diese Frau unbedingt wiedersehen muss. Und als sein Arzt ihm dann noch ein paar Tage Auszeit verschreibt, weiß Cooper genau, wo er hin will...
Whitney Reed steht kurz davor ihre Apfelplantage zu verlieren, die sie vor drei Jahren in Hotchkiss, Colorado, gekauft hat. Damals suchte sie einen Ort zum Unterkommen, fand stattdessen ein Zuhause. Nun könnte jederzeit der Gerichtsvollzieher an ihrer Tür stehen. Stattdessen tut das allerdings ein leicht mürrischer, aber wahnsinnig gutaussehender Football Spieler. Und vielleicht ist er genau das, was Whitney braucht, um endlich Wurzeln zu schlagen...

Zitate:
"Ich tue nichts, ich bin nichts und ich fahre nach Hause zu nichts. Keine Perspektiven, das traurige Ende einer Ernte und ein kaltes, leeres Haus." (Pos. 416)

"In meiner Welt gibt es zwei Kategorien von Frauen: Trikotjägerinnen und Nicht-Trikotjägerinnen. Es ist das Beste, dich von Trikotjägerinnen fernzuhalten, denn sie sind den Aufwand nicht wert." (Pos. 523)

"Ich bin für sie kein Essenscoupon oder ein Bündel Geldscheine. Ich bin nicht mein Vertrag oder mein Trikot. Sie findet einfach nur, dass ich ein Trottel bin. Mein Gott, sie ist einfach fantastisch." (Pos. 1622)

Meine Meinung:
Das erste Mal ist mir das Buch auf vorablesen aufgefallen und daraufhin bei NetGalley. Bei letzterem musste ich einfach mein Glück versuchen und es anfragen, denn alleine vom Cover her schien es eine Romanze zu werden, auf die ich momentan eh totale Lust habe und der Klappentext hat es dann bestätigt. Ich muss mich herzlich beim Verlag zur Bereitstellung des Rezensionexemplares bedanken. 

Um den Einstieg habe ich mir keine großen Sorgen gemacht, denn ich bin davon ausgegangen, dass dieser mir leicht fallen würde. Als ich es dann angefangen habe, ist der Einstieg mir auch wirklich leicht gefallen und wir erleben erst mal den Moment, der zu der ersten Begegnung beider Protagonisten führt. Diese ist der perfekte Vorgeschmack für das, was noch kommen wird. 
Die Handlung kommt tatsächlich ohne allzu großem Drama voran. Natürlich gibt es auch in dem Buch Drama, aber dieses entsteht nicht durch Missverständnisse, sondern durch außenstehende Dingen, so wie Coopers Verletzungen oder Whitneys bevorstehenden Verlust ihrer Apfelplantage. Beides kommt in der Beziehung der beiden natürlich auch zur Sprache, aber es wird nicht direkt zum Problem gemacht. Generell fand ich die Probleme in dem Buch wirklich realistisch dargestellt und hatte nicht das Gefühl, dass es übertrieben sei. Die Umsetzung ist bei dem Buch wirklich gelungen, denn wir erleben mal eine Beziehung, bei der die beiden Protagonisten mit einer Fernbeziehung klar kommen müssen, da sie in verschiedenen Bundesstaaten leben, und sie kommen dabei ganz ohne Betrügereien zurecht. Das einzige was ich zu bemängeln hätte ist, dass die Beziehung und die Gefühle zwischen Cooper und Whitney bei mir nie ganz angekommen sind. Es prickelte wirklich heftig zwischen den beiden, aber irgendwie ist es bei mir nie angekommen und ich habe es nicht selber gespürt. Das finde ich dann doch etwas schade, weil ich das von dem Genre einfach erwarte.
Der Fokus des Buches lag ganz auf Whitney und Coopers Beziehung und dadurch haben wir von den beiden auch am meisten mitbekommen. Auch wenn sie im Fokus waren, haben wir doch auch etwas von Whitneys Freunden und Bekannten mitbekommen und den ein oder anderen auch besser kennengelernt, sowie wir Coopers Teamkollegen kennen lernen konnten. 
Wenn man Whitney und Cooper als Person vor sich hat, würde man wohl meinen, dass die beiden absolut nicht zusammenpassen, aber Gegensätze ziehen sich an. Unsere Protagonisten ergänzen sich absolut perfekt. Cooper ist der perfekte Ausgleich für Whitneys Lebensstil und ihrer etwas flippigeren Art und Weise und Whitney ist der perfekte Ausgleich für Coopers mürrischen Daseins. Auch wenn die Beziehung bei mir nie ganz angekommen ist, war es dennoch schön mal wieder ein Buch über eine gesunde und funktionierende Beziehung zu lesen. Außerdem war es auch immer wieder amüsant zu lesen, wie Whitney Cooper die Leviten liest, wenn er sich mal wie ein Neanderthaler benommen hat. 
Das Ende kam für mich ja sehr überraschend. Nicht, weil irgendetwas passiert ist, womit ich nicht gerechnet habe, denn das Buch war recht vorhersehbar, sondern weil ich plötzlich die Leseprobe für den zweiten Band vor mir hatte. Ich dachte erstmal, dass ich was verpasst hätte, denn ich war definitiv bereit für mehr, aber an der Stelle war die Handlung doch tatsächlich abgeschlossen. Das Ende, auch wenn es so überraschend kam, war für mich aber mehr als zufriedenstellend und ich bin schon gespannt, ob wir im zweiten Band noch ein wenig über die beiden erfahren werden.

Fazit:
Ein sehr toller Auftakt, in dem es mal endlich eine gesunde und funktionierende Beziehung gibt. Einziges Manko ist, dass die Beziehung bei mir nicht ganz angekommen ist, aber ansonsten ist dieses Buch purer Lesespaß. Ich kann es jedem empfehlen, der eine schöne Liebesgeschichte lesen möchte, die nicht mit Drama überladen ist und einige sexy Stellen zu bieten hat.

Freitag, 8. September 2017

[Rezension] Ewa A. - Im Schatten der drei Monde

Autor: Ewa A.
Titel: Im Schatten der drei Monde
Reihe: Band 2 von ?
Seiten: 487
Verlag: Dark Diamonds
Veröffentlichung: 25. August 2017
Gelesen als: E-Book
ISBN: 978-3-646-30031-4
Preis: 4,99 €

Inhalt:
Die 19-jährige Stammeshäuptlingstochter Minea könnte mit Leichtigkeit jeden Mann an sich binden. Aufrund ihrer Abstammung und außergewöhnlichen Schönheit würden ihr auf dem alljährlichen Heiratsfest des Fastmö so gut wie alle Türen offen stehen. Doch ausgerechnet der Mann, der ihr Herz seit Jahren zum Klopfen bringt, bleibt dem Fest jedes Mal fern und gehört auch noch einem Stamm an, der mit ihrem eignen nichts zu tun haben will. Aber das Schicksal überwindet alle politischen Abgründe. Als sie ihm auf einer missglückten Reise schließlich doch gegenübersteht, hat der Mann ihrer Träume nicht nur sein Gedächtnis verloren, sondern muss sich auch noch als ihr Verlobter ausgeben, um ihre Ehre zu retten. Zu spät begreift er, wer Minea eigentlich ist und was seine Lüge für Folgen hat...

Zitate:
"In diesem Augenblick wurde ihm bewusst, dass er unter Freunden war und sich mittlerweile so sehr an ihre jeweiligen Eigenarten gewöhnt hatte, dass er diese gar nicht mehr wahrnahm. Nacheinander blickte er in ihre Gesichter und das nur das, was sie waren, gute, wirklich gute Menschen." (Pos. 784)

"Du ziehst die Liebe und Treue dem Hass vor. Güte bestimmt dein Wesen. Rache ist dir fremd." (Pos. 3053)

Meine Meinung:
Ganz zufällig habe ich das Buch bei NetGalley entdeckt und mir ist wieder eingefallen, wie sehr ich den ersten Band doch mochte und so schnell habe ich den zweiten Band dann auch angefragt. Also an erste Stelle möchte ich mich dadurch einen Dank an den Verlag aussprechen, dass ich ein Rezensionsexemplar des Buches erhalten habe.

Der Einstieg erwies sich leider als etwas holprig, weil ich doch eine Menge vergessen habe, denn es ist schon eine Weile her, dass ich den ersten Band gelesen habe. Besonders mit den ganzen Stämmen und den Namen der Tiere bzw. Pflanzen hatte ich zu Anfang meine Probleme. Leider habe ich das Glossar am Ende auch zu spät entdeckt, welches mir sicher geholfen hätte. In einem E-Book mag ich es aber auch nicht so gerne zum Glossar zu blättern, weil es sich hier meist als eher umständlich erweist. So richtig rein gekommen bin ich aber nie, auch wenn ich mich mit der Zeit immer mehr an alles aus dem ersten Band erinnern konnte, und bis zum Ende habe ich die Stämme und deren Zugehörigkeiten nie richtig zusammen bekommen. 
Die Handlung klang vom Klappentext her schon sehr interessant und ich war gespannt, was alles geschehen würde. Der Klappentext lässt dabei gar nicht erahnen, in was für ein Schlamassel die Charaktere geraten und welche Gefahren auf sie lauern. Rückblickend auf die Handlung und deren Umsetzung ist sie ganz gut gelungen, wobei ich aber der Meinung bin, dass Mineas 'Mann ihrer Träume' zu schnell sein Gedächtnis wieder gewonnen hat. Das hätte ich mir doch noch ein wenig weiter ausgebaut gewünscht und das damit mehr gespielt worden wäre. Das hätte meine eigene Aufmerksamkeit doch noch um einiges erhöht. Im generellen konnte mich das Buch leider nicht so mitreißen wie sein Vorgänger, obwohl eine Menge geschehen ist, und mir ist aufgefallen, wie ich mich mehr für Bram und Kadlin interessiert haben, die wie in diesem Band auch wieder treffen. 
Eine Sache, die mir auch negativ aufgefallen ist, dass der homosexuelle Charakter so dargestellt wird, als würde er sich an jede männliche Person ranmachen. An sich mochte ich Avir, denn er setzt sich für das ein an was er glaubt und ist eine wirklich offene Person, aber ich mochte es nicht, dass der eine homosexuelle Charakter als so aufdringlich dargestellt worden ist. Die anderen Charaktere mochte ich ganz gerne und was ich an unserer Protagonistin so toll fand ist, dass sie nie aufgegeben hat und bereit war zu kämpfen. Bei ihr konnte man definitiv eine Entwicklung sehen und sie lässt sich von nichts und niemandem unterbuttern. Mineas Love Interest mochte ich dagegen etwas weniger. Ihn empfand ich als etwas widersprüchlich, denn auf der einen Seite findet er es doch so toll, dass Minea so eigenständig ist, aber auf der anderen Seite will er, dass sie lieber komplett auf ihn hört und nicht eigenständig ist. Seinen Wandel zum Ende hin fand ich daher eher weniger überzeugend
Das Ende konnte mich ein wenig mehr mitnehmen, denn die Kampfszene fand ich ganz gut ausgearbeitet und auch wenn man sie aus mehreren Sichten erlebt hat, war sie nicht allzu vorhersehbar und ich hätte mit dem Ende auch nicht so gerechnet. Oder ich sollte vielleicht sagen, dass ich mit dem Ende noch nicht in diesem Band gerechnet hätte, sondern wohl eher im nächsten. 

Fazit:
Es mag sich jetzt vielleicht angehört haben, dass ich das Buch nicht wirklich gut fand, aber das ist nicht der Fall. Es konnte mich zwar nicht so mitreißen wie sein Vorgänger und ein paar Dinge haben mir nicht gefallen, aber alles in allem war es eine solide Fortsetzung. Vielleicht hätte ich die beiden Bücher aber nicht in einem solchen großen Abstand voneinander lesen sollen und dann wäre es mir z.B. mit dem Einstieg in die Handlung anders ergangen. 

Montag, 4. September 2017

10 Books to Read Before 2018

Ich bin ja absolut kein Fan von Leselisten, weil ich mich nie dran halte und es mir auch leider den Spaß am Lesen nimmt, weil ich mich immer verpflichtet fühle, zuerst die Bücher der Leseliste zu lesen. Womit ich aber keine Probleme habe ist diese Art von Leseliste, bei denen ich mir ein paar Bücher raussuche, die ich vor Beginn des nächsten Jahres gerne gelesen haben möchte. Da es noch 4 Monate im Jahr 2017 sind, nimmt es mir den Druck und ich kann entspannt alle Bücher lesen, die ich lesen möchte. 
Letztes Jahr hat mein Vorhaben schon sehr erfolgreich geklappt, weswegen ich dieses Jahr eine neue Runde starten möchte und ich denke, dass ich eine gute Mischung an Büchern habe. Außerdem wird mit den Büchern (hoffentlich) mein SuB weiter abgebaut, denn ich habe nur Bücher ausgewählt, die ich schon habe. 

Sprengstoff von Richard Bachman, vielen wohl eher als Stephen King bekannt, verweilt schon eine Weile auf meinem SuB und dieses Jahr soll es dem mal endlich an den Kragen gehen. Bisher haben mir die Bücher von Stephen King unter seinem Pseudonym ganz gut gefallen, weswegen ich auch etwas höhere Erwartungen an das Buch habe. 
Der zweite King ist Shining, welches gefühlt schon jeder gelesen hat, nur ich nicht. Da ich aber momentan aber eh ganz schöne Lust auf Stephen Kings Bücher habe, ist das Buch ganz heimlich mit auf die Liste gewandert.
Dann ein weiteres, auf welches ich schon Lust habe, seitdem mein letzter Monat in Bristol begonnen hatte, ist Der Koffer von Robin Roe. Das musste einfach auf die Liste, weil ich solche Lust habe das Buch zu lesen, aber irgendwie habe ich immer zu anderen Büchern gegriffen. Aber es ist fest eingeplant für dieses Jahr.

Words in Deep Blue von Cath Crowley und History is All You Left Me von Adam Silvera sind beides Bücher fürs Herz. Words in Deep Blue habe ich spontan bei einem Thaliabesuch mitgenommen, weil mich der Klappentext angesprochen hat und History is All You Left Me stand schon eine Weile auf meiner Wunschliste und das durfte bei meiner Abreise aus Bristol auf meinen SuB ziehen. Dort soll es aber auch nicht lange bleiben und die Taschentücher stehen schon bereit für den Moment, in dem ich es anfange. 

Nach dem Staffelfinale von Game of Thrones 7. Staffel habe ich enorme Lust bekommen, die Bücher weiter zu lesen und daher ist der dritte Teil A Storm of Swords von George R.R. Martin auch auf dieser Liste. Ich bin schon ganz gespannt darauf, wie ich wieder in das Buch komme und wie lange ich im Endeffekt dafür brauche, denn das Buch ist ja nicht gerade dünn.
The Knife of Never Letting Go von Patrick Ness liegt auch schon eine Weile auf meinem SuB und es ist mir immer wieder ins Auge gesprungen, aber irgendwie habe ich es nie in die Hand genommen. Das will ich aber bald ändern und bin schon ganz gespannt, weil ich nur gutes über das Buch gehört habe. 

Air Awakens von Elise Kova wurde ein wenig gehypt im englischsprachigen Raum und ich konnte einfach nicht widerstehen und brauchte es unbedingt. Meine Erwartungen sind recht hoch an das Buch und ich hoffe, dass ich in den nächsten 4 Monaten in die richtige Stimmung für das Buch komme. 
Caraval von Stephanie Garber hat man eine ganze Weile überall gesehen und hier und da taucht es immer noch mal auf. Die Meinungen sind eher gemischt und ich bin schon gespannt, wie es mir gefallen wird. 
Hothouse Flower von Krista & Becca Ritchie stand schon lange auf meiner Wunschliste und vor kurzem war es dann für 99 Cent zu erhalten und ohne zu überlegen habe ich es mir gekauft. Das Buch wird definitiv demnächst gelesen, denn die Reihen der Autorinnen gefallen mir ganz gut und ich will endlich wissen, wie es mit den Charakteren weitergeht. 

Kennt ihr schon ein paar der Bücher? Wenn ja, wie haben sie euch gefallen? Und was haltet ihr von Leselisten?

Freitag, 1. September 2017

[Monatsrückblick] August 2017

Der erste volle Monat wieder in der Heimat. Es kam mir tatsächlich nicht so lang vor. Auch wenn ich kein Fan von Bristol bin, fehlt mir England doch schon irgendwie und besonders vermisse ich meine Freunde, die noch in Bristol sind. 
Mein August war tatsächlich sehr ereignislos und die einzigen Dinge die ich gemacht habe waren Lesen, mich ab und zu mit Freunden treffen, ohne Ende Serien schauen und dann musste ich mich um die Immatrikulation an der Uni kümmern. Abgeschlossen hab ich den August dann mit einer Freundin und einem Besuch auf dem Alstervergnügen und dem Feuerwerk.
Das fasst meinen August eigentlich ziemlich gut zusammen und ich kann tatsächlich jetzt schon mit meiner Statistik für den August beginnen.
Statistik:
Gelesen: 8
Seitenzahl (insgesamt): 3462
Seitenzahl (Schnitt am Tag): 111
Durchschnittliche Bewertung: 3,9
Angefangen: Im Schatten der drei Monde
Neuzugänge: 11
SuB (am Ende des Monats): 41 (Vormonat: 38)

Gelesen:

1. Erin Watt - Paper Princess
Das Buch machte in der gesamten Bloggerwelt die Runde und hat einiges an Furore ausgelöst. Ich hab es mir von einer Freundin ausgeliehen, um mir ein eigenes Bild zu machen und das Buch ist mehr als problematisch! Allerdings hat es auch einen gewissen Sucht- und Unterhaltungsfaktor. Weiterempfehlen würde ich das Buch nur bedingt, aber für mich war es die Unterhaltung, die ich zum Zeitpunkt einfach gebraucht habe.
3,5 von 5 Eulen

2. Colleen Gleason - The Clockwork Scarab
Leider konnte mich das Buch absolut nicht begeistern und ich war die meiste Zeit total unfokussiert beim lesen oder einfach nur gelangweilt. Ich dachte eigentlich, dass das Buch absolut was für mich wäre, aber scheinbar war es das nicht. Gerade das Setting und die Protagonisten konnten mich einnehmen, aber die Handlung war nicht meins. Besonders als die Autorin mit Zeitreisen oder so angefangen hat, war ich komplett draußen. 
3 von 5 Eulen

3. Cat Dylan - Wolfsgeheimnis
Cat Dylan konnte mich mit ihrer Fortsetzung wieder überzeugen. An dem Buch passte einfach fast alles, von der Handlung hin, der Umsetzung und den Charakteren. Das einzige, was mir etwas gegen den Strich ging, waren die sich sofort entwickelten Gefühlen der Protagonisten, die im Anbetracht der Umstände etwas unglaubwürdig waren. 
4 von 5 Eulen

4. Stephen King - Es
Der King-Klassiker wurde von mir bewältigt und für richtig gut befunden. An der ein oder anderen Stelle zog sich das Buch zwar, aber ansonsten hätte es nicht besser sein können. Die Charaktere waren toll ausgearbeitet und die Handlung ebenfalls. Sie war auch an den richtigen Stellen so richtig schön gruselig, sodass ich das Buch zur Vorsicht nur tagsüber gelesen habe. 
4 von 5 Eulen

5. Stephen King - Der dunkle Turm: Schwarz
Leider fand ich diesen King mehr oder weniger langweilig. Es hat sich eine ganze Weile gezogen und ich wusste oft nicht, wohin alles führen soll. Es war nicht schlecht und hat definitiv potential, aber es ist dennoch nicht das Beste Buch vom King. Ich bin aber weiterhin an der Reihe interessiert und mit den nächsten Büchern soll es auch besser werden.
3 von 5 Eulen

6. Katharine McGee - Beautiful Liars: Verbotene Gefühle
Eine sehr tolle Geschichte, die mir ein Gossip Girl Feeling beschafft hat. Die Charaktere haben mir sehr gut gefallen und auch die Handlung hat mich fesseln können. Es gab zwar Stellen, an denen es etwas lasch wurde und ich ein bisschen gelangweilt war, aber das hat sich wieder schnell geändert. 
4 von 5 Eulen

7. Simone Elkeles - Perfect Chemistry
Das war mein reread in diesem Monat und ich habe es genauso sehr geliebt wie bei den ersten zwei Malen. Immer wenn ich in mein Bücherregal gesehen habe, hat mich das Buch quasi angeschrien es nochmal zu lesen und es war die beste Entscheidung, die ich machen konnte. Ich liebe die Geschichte um Alex und Brittany einfach und ich brauchte im Moment einfach ein wenig Kitsch. 
4,5 von 5 Eulen

8. Kasie West - P.S. I Like You
Mein neuer Liebling. Das Buch war einfach nur zuckersüß ich ich würde es jederzeit nochmal lesen. Die Handlung, die Charaktere, der Einbezug von Musik, die Liebesgeschichte, einfach alles passte perfekt und ich habe das Buch fast in einem durchgelesen.
5 von 5 Eulen

Monatshighlight:

Enttäuschung des Monats:


Montag, 28. August 2017

[Rezension] Kasie West - P.S. I Like You

Autor: Kasie West
Titel: P.S. I Like You
Deutscher Titel: PS: Ich Mag Dich
Reihe:
Seiten: 330
Verlag: Scholastic Inc.
Veröffentlichung: 26. Juli 2016
Gelesen als: Paperback
ISBN: 978-1-338-16068-0
Preis: ca. 7€

Inhalt:
While spacing out in chemistry class, Lily scribbles some of her favourite song lyrics onto her desk. The nest day, she finds that someone has continued the lyrics on the desk and added a message to her. Intrigue!
Soon, Lily and her anonymous pen pal are exchanging full-on letters - sharing secrets, recommending bands, and opening up tp each other. Lily realizes she's kind of falling for this letter writer. Only who is he? As Lily attempts to unravel the mystery, she discovers that matters of the heart can't always be spelled out...

Zitate:
"You're my favourite way to pass the time. But time stands still when you're on my mind."

"Oh, also, if Mr. Ortega catches me writing you this letter, I am committed to shoving it in my mouth and swallowing. I hope I can count on the same committment from you."

"I get too self-conscious. Especially about things that mean a lot to me. I feel like if I hold things close, never share, then I never give anyone the opportunity to judge me."

Meine Meinung:
Momentan bin ich in einer absoluten Stimmung für zuckersüße Jugendbücher und da kam mir P.S. I Like You mehr als gelegen. Gut, dass ich das Buch bei einem kurzen Thalia Besuch gefunden habe und konnte es somit endlich von meiner Wunschliste erlösen. 
Beim Einstieg hatte ich keine Probleme, was keine Überraschung für mich war, denn bei Contemporary-Büchern fällt der Einstieg in den meisten Fällen nicht schwer. Das Buch setzt fast genau an der Stelle an, an der Lily die Lyrics auf den Tisch schreibt und von da an nimmt alles seinen Lauf. 
Die Handlung war, bis auf die kleine Besonderheit, dass Lily und ihr Pen Pal nur über kleine Briefe im Chemieunterricht miteinander kommunizieren und sich darüber kennen lernen, nichts großartig neues, aber dass muss es ja auch nicht sein. Das was zählt ist, dass es gut umgesetzt worden ist und ich fand es hier sehr gut umgesetzt. Mich konnte das von Anfang bis Ende fesseln, auch wenn ich schon ganz zu Anfang raus hatte, wer der mysteriöse Junge ist. Bei dem Buch hat es mich allerdings gar nicht gestört und ich habe eher darauf hingefiebert, dass die beiden es auch endlich herausfinden. 
Was das Buch auch besonders macht ist die Familie von Lily. Das ist eine absolute Chaosfamilie, aber man merkt, dass sie sich alle lieben und die Dynamiken sind einfach nur ein Traum. Besonders nachdem ich das Buch gelesen habe, würde ich mir wünschen, dass es mehr 'heile' Familien in Büchern geben würde, in denen sich die Familienmitglieder gegenseitig unterstützen.
Ich weiß gar nicht, wie oft ich bei dem Buch richtig lachen musste. Der Humor war erste Klasse und so lustig es auch war, es gab dennoch Momente, die ein wenig die Stimmung betrübt haben, weil etwas nicht so lief wie es sollte. Aber ohne ein bisschen Drama wäre das Buch ja auch langweilig gewesen. Zum Glück war das Drama nicht allzu weit hergeholt, sondern schien real. 
Die Charaktere haben mir allesamt super gefallen. Besonders von Lily war ich ein Fan, denn sie war einfach nur cool. Sie ist nicht perfekt, hat ihre Macken, denen sie sich auch bewusst ist und die sie in manchen Dingen ein wenig bremsen, aber sie schafft es immer wieder nach vorne zu schauen. Besonders die Beziehung zu ihrer Familie war genial und auch wenn diese Lily manchmal auf die Nerven geht, harmonieren sie einfach super, wie es in einer Familie sein sollte. Bei Lily hat man einfach schnell gemerkt, dass sie keine dieser eindimensionalen Protagonisten ist, sondern sehr vielschichtig. Das konnte man ebenfalls bei all den anderen Charakteren entdecken, besonders bei einer Person, zu der ich aber nicht mehr sagen kann, denn sonst würde ich zu viel verraten. 

Fazit:
Ich liebe es. P.S. I Like You ist wohl eines meiner neuen Lieblinge und ich würde es am liebsten gleich ein weiteres Mal lesen. Ich habe an dem Buch nichts auszusetzen und kann es jedem nur ans Herz legen.