Mittwoch, 25. Januar 2017

[Rezension] Jennifer Wolf - Let's Play. Verspieltes Herz

Autor: Jennifer Wolf 
Titel: Let's Play. Verspieltes Herz 
Reihe: 
Seiten: 291
Verlag: Impress
Veröffentlichung: 05. Januar 2017
Gelesen als: E-Book
ISBN: 978-3-646-60310-1
Preis: 3.99 €

Inhalt:
**Die wahre Liebe kennt kein Game over...**
Seit der 22-jährigen Helena Sorrento das Herz gebrochen wurde, weiß sie, dass die Liebe kein Spiel ist und dass das Herz ein Organ darstellt, das es ganz besonders zu schützen gilt. Alles, was sie ihren Gefühlen jetzt noch erlaubt, ist das Eintauchen in dramatische Liebesromane und der Nervenkitzel beim Zuschauen von Let's Playern - Online-Gamern, die einen direkt in ihre Spieler-Welten mitnehmen. Wie Tausende anderer Frauen schwärmt sie dabei vor allem für den charmanten Let's-Player Aiden, dessen Stimme alles in ihr zum Stillstehen bringt. Zu gerne würde sie wissen, welcher Mann sich hinter den humorvollen und doch stets so tiefsinnigen Kommentaren verbirgt - und warum er sich seinen Fans nie zeigt...

Zitate:
"Ich trage Kleidergröße zweiundvierzig. Gelte ich damit in der Welt da draußen nicht schon als Fett?"

"Natürlich wünschen dich alle das Gesicht der Person zu kennen, die manchen von ihnen so viel Halt gibt, aber in erster Linie wollen wir, dass du glücklich bist."

Meine Meinung:
Dank NetGalley und dem Verlag kam ich an das Buch heran, von welchen ich vorher noch nie etwas gehört habe. Von der Autorin habe ich bisher auch noch nichts gelesen, aber irgendwie hat mich das Thema der Let's Plays auf das Buch aufmerksam gemacht. Ich selber schaue keine Let's Plays, aber ich fand die Thematik für ein Buch ganz interessant und war gespannt zu sehen, wie es umgesetzt wird, besonders da ich noch nie ein Buch entdeckt bzw. gelesen habe, welches sich damit beschäftigt. 
Da ich von der Autorin zuvor noch nichts gelesen habe, hatte ich keine allzu hohen Erwartungen. Ich wollte einfach wirklich nicht enttäuscht werden, was glücklicherweise nicht der Fall war. Schon nach dem Einstieg, der sehr einfach war, da man erst mal Stück für Stück in die Handlung hineingeführt worden ist und die Charaktere kennenlernen konnte, war mir klar, dass das Buch sicher keine Enttäuschung werden würde. Zu Anfang konnten wir auch gleich die Obsession unserer Protagonistin und ihrer zwei Mitbewohner um den Let's Player Aiden miterleben, die mich an mich selber erinnert hat. Was mir leider etwas missfallen hat ist, dass ich ganz schnell sagen konnte, wer Aiden ist. Das war mir viel zu offensichtlich. Mag vielleicht sein, dass es mit Absicht so offensichtlich war, aber ich hätte mir dann doch lieber gewünscht, dass es weniger offensichtlich gewesen wäre und mich überrascht hätte.
Den Verlauf der Handlung fand ich aber sehr passend gewählt. Ich habe ihn so definitiv nicht erwartet, aber der Handlungsverlauf passte auf diese Art und Weise perfekt und hat das Buch auch ein wenig anders sein lassen. Neben dem Aspekt der Let's Plays. Die Umsetzung um diese fand ich auch gelungen, da diese nicht in den Hintergrund gerückt sind, sondern immer eine große Rolle gespielt haben, ohne den gesamten Plot zu übernehmen und anderen Handlungssträngen den Platz zu nehmen. Das Tempo war sehr stimmig in sich. Man hätte vielleicht denken können, dass alles etwas zu schnell geht, aber dadurch, dass das Tempo sehr konstant geblieben ist, kam das Gefühl nicht auf. Mir wurde beim Lesen nicht einmal langweilig, weil immer irgendetwas geschehen ist und mir die Charaktere selber auch sehr gut gefallen haben.
Helena empfand ich als eine sehr angenehme Protagonistin. Mit ihr kann man sich sicher identifizieren, auch wenn man nicht das durchmachen musste, was sie erlebt hat. Ich fand es auch gut, dass sie sich nicht hat komplett einschränken lassen, von ihrer Vergangenheit, sondern hat versucht ihr Leben so gut es geht weiterzuführen. Ich hatte wirklich das Gefühl, dass ich mich mit ihr identifizieren konnte, was ich recht lange nicht mehr hatte. Auch Aiden hat mir sehr gut gefallen. Ich habe ihn ja wirklich mit einem amerikanischen Akzent in meinem Kopf gehört (wahrscheinlich weil ich selber eine Amerikanerin kenne), was ich einfach echt genial fand. Die Autorin hat die Art und Weise zu sprechen auch sehr gut getroffen und seine Herkunft dadurch nie vergessen und gleichzeitig viel authentischer gemacht. Ich muss ja gestehen, dass wenn Aiden existieren würde, ich mich wohl auch in ihn verliebt hätte. Er scheint einfach nur der perfekte Kerl zu sein, aber natürlich hat auch er seine kleinen Makel, welche ihn gleich noch viel greifbarer gemacht haben.
Auch gegen die Nebencharaktere kann ich nichts sagen, außer, dass ich mir gerne mehr gewünscht hätte. Ich fand die Freunde der Protagonisten einfach nur genial! Kann ich bitte auch solche Freunde haben? Wie sie sich um Helena und Aiden gesorgt und ihnen geholfen haben fand ich einfach toll. Es gab natürlich auch schlechte Zeiten, aber das zeigt einfach, dass die Protagonisten und ihre Freunde wirklich durch dick und dünn gehen.

Fazit:
Ein wirklich gelungenes Buch! Ich hätte irgendwie nicht gedacht, dass mich das Buch so begeistern kann, aber ich wurde positiv überrascht. Mir war auf keiner Seite langweilig und das Buch hätte für mich doch tatsächlich noch länger sein können. Ich kann das Buch wirklich nur empfehlen, besonders da es sich, aufgrund der Let's Play Thematik, auch von vielen anderen Büchern abhebt. In vielen Punkten ähnelt es anderen Büchern, aber durch die Let's Plays lohnt es sich wirklich mal reinzulesen.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen