Montag, 1. Mai 2017

[Rezension] Michael Karner - Der Monsterjäger und die Prinzessin der Dämmerung

Autor: Michael Karner
Titel: Der Monsterjäger und die Prinzessin der Dämmerung
Reihe: Band 1 von ?
Seiten: 343
Verlag: Selfpublisher
Veröffentlichung: 1. Mai 2017
Gelesen als: E-Book
ISBN: 978-1-52072-261-0
Preis: 3,99
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Inhalt:
Praya ist die Prinzessin des Juwels der Wüste, doch etwas ist besonders an ihr. Um ihre ewige Jugend zu bewahren, wurde sie in einen Tiefschlaf versetzt. Als der junge, ehrgeizige Monsterjäger Ducarte und ein friedfertiger Kung-Fu-Mönch mit dubioser Vergangenheit zu ihrer Rettung auftauchen, verfolgt jeder seine eigenen geheimen Pläne. Doch jemand will der Prinzessin das Leben rauben. Das ungleiche Trio muss sich zusammenschließen, um eine Flucht über drei Kontinente anzutreten. Von der sengenden Wüste, zu frostbefallenen Wäldern, gelangen sie auf die Spur ihrer Verfolger. Doch je mehr sie die Verschwörung aufdecken, desto eher gerät ihre Heimat in Gefahr. Als ein vermeintlicher Verbündeter die Helden unerwartet in die Arme des übermächtigen Feindes treibt, ist der einzige Ausweg, sich ihm zu stellen. Denn Praya erinnert sich langsam an ihre magischen Kräfte. Ihre Familie hielt sie noch aus einem anderen Grund gefangen...

Zitate:
„Es ist nicht das Land, welches es zu Eurem Reich macht“, sagte ich. „Es seid Ihr, sie das Land zu Eurem Reich macht.“

„Ein Mönch aus dem Land der Fünf Flüsse und Schildkröten. Ein Monsterjäger aus dem Land der Urahnen. Und eine Unsterbliche aus dem Land der Reinen.“ Er lachte schallend. „Dabei, dem König in Gelb in den Hintern zu treten.“

„Ihr alle in dieser Welt lebt, als wäret Ihr unsterblich. Es ist an der Zeit, Euch zu zeigen, wie man lebt, wenn man weiß, dass man stirbt.“

Meine Meinung:
Zuerst möchte ich meinen Dank an den Autor richten, der mir freundlicherweise ein Exemplar des Buches zur Verfügung gestellt hat.
Ich habe von dem Autor bzw. von dem Buch zuvor absolut nichts gehört und bin erst durch den Autor selber auf das Buch aufmerksam geworden. Der Klappentext hörte sich ganz vielversprechend und spannend an, sodass ich das Buch einfach annehmen musste, auch wenn ich wusste, dass ich momentan nicht so viel Zeit habe.
Ich war auf den Einstieg ganz gespannt, das der bei Fantasybüchern ja entweder leicht oder schwer fällt. Bei dem Buch ist er mir aber erstaunlicher Weise recht leicht gefallen und ich habe mich schnell in der Situation zurechtfinden können. Man wird mitten in die Handlung geworfen, womit ich absolut kein Problem hatte und mir sehr gut gefallen hat, denn so fing das Buch schon einmal spannend an. Wir lernen hier schon die drei Protagonisten kennen und es wird klar, wie verschieden die drei sind und dass da absolut verschiedene Charaktere aufeinander treffen, die durch mehrere gefährliche Situationen sich immer weiter aufeinander einlassen und sich gegenseitig unterstützen müssen.
Den Handlungsverlauf fand ich nicht schlecht. Wir befanden uns mit dem Protagonisten auf ihrer Reise, die wirklich nicht leicht war und bei welcher es auch einige knifflige Situationen gab. Wir hatten meiner Meinung nach immer eine gute Abwechslung zwischen ruhigeren Szenen und actionreichen Szenen, sodass es sich gut ausbalanciert hat. Mir wurde beim Lesen des Buches auch nicht langweilig, was mir aber aufgefallen ist, dass es recht wirr ist. Manchmal bekam ich nicht ganz mit, wie wir von einer Szene zur anderen angelangt sind, was aber auch daran liegen kann, dass ich recht schnell gelesen habe. Was mir extrem wirr vorkam war der Weltenbau. Man merkt, dass sich der Autor viele Gedanken gemacht hat und versucht hat die Welt komplex zu gestalten, sodass sie auch Sinn ergibt, aber für mich waren es zu viele verschiedene Elemente. In dem einem Moment war man in der Wüste und ich selber hatte eher einen altägyptischen Flair gespürt, aber im nächsten haben wir Eisenbahnen und Pistolen, die mich eher an den alten Westen erinnert haben. Das war für mich nicht ganz stimmig und dadurch musste ich mich öfters mal ein wenig anstrengen, mich wieder in der Handlung zurechtzufinden. Wir hatten auch definitiv die ein oder andere Überraschung in der Handlung, aber das Thema Magie, welches schon im Klappentext angesprochen wird, kam für mich etwas plötzlich. Im allgemeinen fand ich, dass viel ganz plötzlich geschehen ist, ohne dass da ein großartiger Aufbau dazu geschehen ist.
Die Charaktere fand ich alles in allem nicht schlecht. Leider hat mir aber die Tiefe gefehlt und sie fühlten sich eher 08/15 an und als hätte ich sie so schon oft gelesen. Die Ansätze waren da, mehr über sie zu erfahren und auch über ihre Heimat, aber so richtig kam es dann doch nie, aber genau das hätte ich mir gewünscht. Dann hätte ich zum Ende hin vielleicht auch ein wenig mehr mitgefiebert, wenn ich irgendeine Verbindung zu den Charakteren hätte aufbauen können.
Zum Ende hin habe ich die steigende Spannung, auch wenn ich nicht ganz mit den Charakteren mitfiebern konnte, aber dann doch gespürt. Ich wollte unbedingt wissen, wie es endet und da gab es immer mal wieder wirklich gute Twists mit denen ich nicht gerechnet habe. Das Ende macht auf jeden Fall Lust auf mehr.

Fazit:
Auch wenn ich das Buch etwas wirr fand und ich keine großartige Verbindung zu den Charaktere aufbauen konnte, fand ich das Buch nicht schlecht. Es ist sicher nicht das Beste Fantasybuch, aber es gehört auch definitiv nicht zu den schlechten. Ich denke, aus der Geschichte und den Charakteren ist noch eine Menge herauszuholen und für einen ersten Band ein sehr solider Start, auf dem man noch aufbauen kann. Wer deutsche Fantasy mag, dem kann ich das Buch wirklich empfehlen, besonders wenn man raffinierte Kampfszenen mag. 

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